Was ich weitergebe, sind Erfahrungen, die mein eigenes Leben bereichert haben.
Ich bin Katja,
Yoga-Lehrerin Anusara-Inspired®
Ich glaube, dass jeder Mensch bereits vollkommen ist. Yoga lässt uns diese Vollkommenheit wiedererkennen und das Wissen aufgehen, dass es schon immer so vollkommen war.
Mit Anfang zwanzig kam Yoga in mein Leben. Einfach, weil ich mich gern bewegte. Was mich berührte, war die Freiheit, die mein Lehrer seinen Schülern zugestand. Es gab kein richtig oder falsch, niemand, der etwas vormachen musste, jeder durfte die Bewegung selbst erfahren. Mit dieser Erfahrung des Yoga, wuchs in mir neues Vertrauen und Offenheit.
Fast parallel lernte ich einen Zen budhistischen Lehrer kennen und habe begonnen, mit ihm zu meditieren. Ich erinnere mich kaum an die Worte seiner Anleitung, aber ich erinnere mich an den Satz einer Übung:
Jeder Tag ist ein guter Tag.
Dieser Satz hat etwas in mir berührt, erkennen und aufgehen lassen. Seitdem begleitet er mich. Er ist immer wieder aufgetaucht und wurde zu einer inneren Übung in meinem Alltag.
Unabhängig davon, ob der Tag leicht war oder herausfordernd, ob etwas gelungen war oder mir schwer fiel – dieser Satz war da. Er hat mich über Jahre getragen, besonders in Zeiten von Verlust und Trauer, als Erinnerung daran, dass das Leben trotzdem weiter pulsieren kann.
Bis heute wirkt er in mir, er öffnet etwas und stellt eine Verbindung zu etwas Tieferem her.
Aus diesem Hinhören entstand ein Lauschen. Ein Wahrnehmen, das feiner wurde mit der Zeit. Momente, in denen sich etwas zeigt, bevor es gedacht wird. Augenblicke von Klarheit, die sich nicht herleiten lassen. In der yogischen Tradition wird dieses unmittelbare Erkennen Pratibhā genannt – ein Aufleuchten von Wissen jenseits des Denkens. Für mich ist es kein Konzept, sondern eine Erfahrung von Weite. Ein stilles Wissen, dem ich lernen durfte zu vertrauen.
Yoga, Atem und Meditation sind für mich Räume, in denen diese Wahrnehmung wieder zugänglich wird und etwas wiedererkennt, das unter der Oberfläche immer da ist. So ist meine Art zu unterrichten entstanden.
Nicht als Methode, die etwas hinzufügt. Sondern als Raum, in dem sich Wahrnehmung verfeinern darf – durch Bewegung, durch Atem, durch Stille hin zu einem tieferen Wiedererkennen dessen, was in uns bereits angelegt ist.
Man könnte es Pratyabhijñā nennen – die Wiedererkennung des Herzens, das sich selbst erkennt.
Diese Wiedererkennung ist weniger das Ziel, mehr eine Erinnerung.